Drip-off-Lackierung: Sehen, fühlen, staunen

Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. Die Botschaft darin wird vom Auge wahrgenommen, von den Sinnen interpretiert. Beim Setzen von Akzenten kann neben der Wahl des Motivs auch moderne Veredelungstechnik ihren Dienst leisten: Mit der sogenannten „Drip-off-Lackierung“ gelingt es, dem gedruckten Werk eine zusätzliche Dimension hinzuzufügen.

Wie funktioniert diese Technik?

Wenn der Druckbogen die Maschine durchläuft, versieht das letzte Farbwerk die Druckform an den gewünschten Stellen mit einem besonderen Öldruckmattlack. Das darauffolgende Lackwerk überzieht sie dann vollflächig mit einem Hochglanzdispersionslack. Der perlt genau dort ab, wo vorher matt lackiert wurde. Es bleiben glänzende Elemente auf matter Fläche. Daher auch der Name „Drip off“, was so viel heißt wie „abtropfen“.

Wie sieht es aus, wenn „Drip-off-Lack“ zum Einsatz kommt?

Die unterschiedlichen Oberflächen und der Kontrast zwischen matten und glänzenden Flächen generieren vielfältige optische Effekte. So erhält das Print-Produkt mehr Struktureffekt, mehr Tiefenwirkung, mehr Strapazierfähigkeit und mehr Werbeeffekt.

Drip-off Effekt
In diesem Motiv sind die springenden Tiere und die Tiger-Streifen als reiner Drip-off-Effekt realisiert

Wofür ist „Drip-off“ gut?

Wenn es darum geht, optische Akzente zu setzen, Botschaften hervorzuheben oder eine Seitengestaltung zu „dramatisieren“, ist eine Drip-off-Lackierung das Mittel der Wahl. Gerade die Einfachheit des Effekts erhöht die Wirkung. Überdies erlaubt es die Methode, den „Entdeckergeist“ des Betrachters anzusprechen und erhöht den Erlebniswert der Seite.

Wo lässt sich „Drip-off“ anwenden?

Geeignet ist das Verfahren für Broschüren, Zeitschriften, Kataloge und Verpackungen, insgesamt also für hochwertige Drucksachen, die sowohl an die Passergenauigkeit als auch die detailgetreue Ausführung des Matt-/Glanzeffektes – feine Schrift, Linien oder Rastersujets – höchste Anforderungen stellen.

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